Pilot werden



 

 

Unsere erfahrenen Fluglehrer bilden dich in Theorie und Praxis vom Fußgänger zum Piloten aus.

Wir bilden in den Sparten Segelflug-, Motorflug-, Ultraleicht- und Motorseglerflug aus. Der Ausbildungsablauf in den verschiedenen Sparten ist sehr ähnlich. Du bist dir noch nicht sicher, welche Sparte die richtige für dich ist? Kein Problem, im LSC Wuppertal kannst du in verschiedene Sparten hineinschnuppern.

Der Schwerpunkt der praktischen Ausbildung findet wetterbedingt hauptsächlich in den Monaten von April bis September statt, während die Ausbildung im Motorsegelflug, Motorflug und Ultraleichtflug auch in den Randzeiten möglich ist, sofern das Wetter es erlaubt. Die Ausbildung im Segelflug findet i.d.R. nur an den Wochenenden statt, bei den motorgetriebenen Flugarten geht das in Absprache auch in der Woche.

Die Wintermonate werden für die theoretischen Ausbildungsinhalte und natürlich die Werkstattarbeit genutzt. Dabei gibt es den vereinsinternen Unterricht, der freitags abends stattfindet. Zur Prüfungsvorbereitung oder für die Sprechfunkausbildung gibt es ggf. weitere Termine an verschiedenen Wochenenden.

Wer sich noch nicht sicher ist, ob Fliegen der richtige Sport für ihn ist, hat bei uns jederzeit die Möglichkeit, einen Schnupperkurs zu machen. Völlig unverbindlich kann man mit fünf Starts in den Segelflug oder Motorsegelflug und unseren Verein im ganz Speziellen „hineinschnuppern“. Die Starts finden dabei im Rahmen unseres „normalen“ Flugbetriebes statt, also in der Regel an Wochenenden und Feiertagen.

Typischer Ablauf der Ausbildung

Tag 1: Erster Start & Airwork
Pilot 1%

Bereits bei deinem ersten Start darfst du das Flugzeug in der Luft steuern. Der Fluglehrer erklärt dir die verschiedenen Ruder und ihre Wirkungen auf das Flugzeug. Bei deinen ersten Flügen lernst du, das Flugzeug in der Luft kontrolliert und sicher zu bewegen.

Nach ca drei Monaten: Platzrundentraining
Pilot 20%

Nach einigen Trainingsflügen beherrschst du das Flugzeug in der Luft schon ganz gut. Jetzt ist die eigentliche Arbeit gefragt: Du musst das Starten und Landen lernen. Insbesondere bei windigen und thermischen Wetterbedingungen ist das nicht immer ganz leicht. Hier hilft nur eines: Training, Training und nochmal Training.

Im Winter: Theorie
Pilot 40%

Irgendwann werden die Tage kürzer und das Wetter wird schlechter. In den Wintermonaten findet in der Regel wöchentlich freitagsabends der Theorieunterricht in unserem Vereinsheim statt. Die flugfreien Monate solltest du auf jeden Fall nutzen, um die Fächer Navigation, Meteorologie, Luftrecht, Aerodynamik, allgemeine Luftfahrzeugkenntnisse, Verhalten in besonderen Fällen, menschliches Leistungsvermögen und das Funken (BZF) zu büffeln. Es bietet sich an, die Theorieprüfung sowie die Funkprüfung im Frühjahr noch vor Beginn der neuen Flugsaison abzulegen, sodass du dann in der Flugsaison den Kopf frei hast, für die nächsten spannenden praktischen Schritte.

Beginn 2. Flugsaison: Erster Alleinflug
Pilot 60%

Irgendwann ist es soweit: Der Fluglehrer steigt mit einem “Ich bin dann mal weg” aus dem Flugzeug und du darfst deinen ersten Alleinflug absolvieren. Dies ist der Höhepunkt in der Ausbildung eines jeden Fliegers. Sobald du deine ersten drei Platzrunden alleine absolviert hast, warten deine Fliegerkollegen mit einem ganz besonderem Geschenk am Boden auf dich! 

Überlandflüge und erster Alleinstreckenflug
Pilot 80%

Nach deinem ersten Alleinflug kommen die wirklich schönen Dinge beim Fliegen: Viele tolle Ausflüge zu vielen faszinierenden Orten mit dem Flugzeug. Dazu gehört auch das Anfliegen großer Verkehrslandeplätze (Motorflug). Insbesondere unser zweijährig stattfindendes Fliegerlager bietet sich für intensives Navigationstraining an.
Trotz vieler Möglichkeiten mit GPS und Apps zu navigieren, lernst du mit Karte und Kompass zurechtzukommen. So kannst du auch bei einem Ausfall der Technik sicher zu deinem Ziel gelangen. Sobald du Flugvorbereitung und Navigation beherrschst, darfst du auch deinen ersten Alleinstreckenflug durchführen. Dies umfasst meist einen Flug über 150 oder 300 Kilometer, bei dem du alleine und selbstständig auf auswärtigen Flugplätzen landest (Motorflug).

Ende 2. Flugsaison: Praktische Prüfung
Pilot 100%

Sobald du deinen Alleinstreckenflug absolviert hast, gehen die Fluglehrer mit dir nochmal in ein Intensivtraining. Hier wirst du noch einmal beweisen müssen, dass du auf alle Besonderheiten, wie plötzlichen Motorausfall im Flug, angemessen vorbereitet bist und auch im Notfall die Maschine sicher landen kannst.
Danach bist du bestens vorbereitet auf deine praktische Prüfung. Dank der guten Vorbereitung durch unsere Fluglehrer erwarten dich hier in der Regel keine Überraschungen mehr. 
Danach bist du Pilot und kannst selbstständig fliegen! Aber hier muss deine Ausbildung keinesfalls enden. Du hast im LSC die Möglichkeit jederzeit dich in einer weiteren Sparte oder Flugzeugklasse ausbilden zu lassen. Wenn du den Motorflugschein gemacht hast, freuen sich unsere Segelflieger, wenn du eine Schleppberechtigung erwirbst. Weitere Möglichketen wären der Erwerb einer Kunst- oder Nachtflugberechtigung.

Ausbildungs-FAQ

Segelflug

Die Segelflugausbildung kann mit 14 Jahren begonnen werden. Mit 16 Jahren kann die Lizenz ausgestellt werden. Ein großer Teil unserer Segelflugschüler sind Jugendliche und junge Erwachsene. Eine Segelflugausbildung ist allerdings in jedem Alter möglich. So haben bei uns auch schon ältere Semester das fliegen gelernt…

Die praktische Segelflugausbildung ist in drei Abschnitte unterteilt.

Während der ersten Ausbildungsphase lernt der Flugschüler zusammen mit einem Fluglehrer alles Nötige, um ein Segelflugzeug bei unproblematischen Wetterbedingungen sicher in Flugplatznähe zu bewegen.

Dabei sind neben der Beherrschung des Flugzeuges natürlich auch die Orientierung in der näheren Umgebung des Flugplatzes und das Erlernen der wichtigsten Regeln des Flugbetriebes wichtige Lernziele in diesem Ausbildungsabschnitt.

Abgeschlossen wird dieser Teil der Ausbildung mit den ersten drei Alleinflügen des Flugschülers. Im Allgemeinen fliegen unsere Flugschüler nach ca. 30 bis 40 Starts zum ersten Mal allein. Der Alleinflug findet selbstverständlich auf dem doppelsitzigen Flugzeugmuster statt, auf dem bis dahin in Begleitung des Fluglehrers geübt wurde (ASK13).

In der zweiten Ausbildungsphase werden die fliegerischen Fertigkeiten sowohl im Alleinflug als auch mit Fluglehrer vertieft und erweitert.
 
Zusätzliche Manöver werden einstudiert, es erfolgt in der Regel der Umstieg auf den ersten Einsitzer (Ka6) und das Fliegen bei anspruchsvolleren Wetterverhältnissen wird geübt. Außerdem werden die ersten längeren Thermikflüge im Alleinflug gemacht. In dieser Zeit absolviert der Schüler etwa weitere 40 Starts.

Der dritte und letzte Ausbildungsabschnitt dient der Vorbereitung auf die letzte Hürde in der praktischen Ausbildung – den 50-Kilometer-Überlandflug.
 
Dabei werden alle Aspekte der Streckenfliegerei strukturiert trainiert. Dazu gehören unter anderem die Navigation, Strategie des Streckenfluges, Verbesserung der Thermikflugtechniken und natürlich auch das Trainieren von Anflügen auf Außenlandefelder. Nach intensiver Vorbereitungsphase, in der der Schüler bereits längere Streckenflüge zusammen mit einem Fluglehrer, aber auch kürzere im Alleinflug absolviert hat, geht es auf zum 50-Kilometer-Flug. Die praktische Ausbildung schließt mit der praktischen Prüfung ab. Dabei macht der Flugschüler – ähnlich wie bei der Fahrprüfung zum Führerschein – Flüge mit einem Prüfer.

Bis zum Luftfahrerschein hat der Flugschüler etwa 100 bis 130 Starts absolviert. Er ist bei vielfältigen Wetterbedingungen geflogen, hat mehrere doppel- und einsitzige Segelflugzeugmuster kennen gelernt und durch den Umgang mit erfahrenen Fliegern aus dem Verein viele Eindrücke und Erfahrungen sammeln können, die über das eigentliche Erlernen des Flug-Handwerkes weit hinausgehen.

Nach erfolgreicher Ausbildung kann sich der frischgebackene Lizenzinhaber über seine neu gewonnen Freiheiten freuen. Er kann nun, ohne unter der Aufsicht eines Fluglehrers zu stehen, selbstständig und eigenverantwortlich fliegen und auch Fluggäste mitnehmen.

Trotzdem hat kein Pilot mit dem Erhalt des Flugscheins ausgelernt. Jeder Flug bietet neue Eindrücke und Erfahrungen. Auch können nun zusätzliche Berechtigungen erworben werden. Ein Beispiel hierfür ist die Windenstartberechtigung. Da an unserem Flugplatz aus Sicherheitsgründen keine Windenstarts durchgeführt werden können (Gefährdung der Bundesstraße), wird in der Ausbildung nur die Flugzeugschleppstartberechtigung erworben. Trotzdem fliegen viele unserer Piloten gelegentlich auf Flugplätzen mit Windenbetrieb und sind deshalb an einer entsprechenden Berechtigung interessiert.

Wer die Segelfliegerei mit mehr sportlichem Ehrgeiz betreiben möchte, hat auch hierzu die Möglichkeit. Streckenflug bietet ambitionierten Piloten viel Ansporn. Hierbei sind strategische Entscheidungen und eine möglichst gute Einschätzung des Wetters gefragt. Vereinsmitglieder machen regelmäßig Langstreckenflügen mit bis zu knapp 1000 Kilometern (z. B. von Radevormwald aus bis an die Tschechische Grenze und zurück). Aber auch kürzere Flüge durch Sauerland, Westerwald und Eifel bieten tolle Erlebnisse. Die Teilnahme an zentralen aber auch an dezentralen Wettbewerben ist möglich.

Neben dem Streckenflug wird im Verein auch Segelkunstflug betrieben. Diese Art der Fliegerei fordert eine hochpräzise Beherrschung des Flugzeuges. Die Kunstflugberechtigung kann bei uns im Verein erworben werden. Wen es reizt, motorisiert zu fliegen, der kann sehr einfach eine Typenberechtigung für Reisemotorsegler erwerben. Es ist für Segelfluglizenzinhaber lediglich eine praktische Ausbildung von zehn Flugstunden und eine theoretische Ausbildung in den abweichenden Fächern (Technik, Navigation und Verhalten in besonderen Fällen) nötig. Reisemotorsegler sind zum Teil komplexe und aufwendig instrumentierte Flugzeuge, mit denen schneller und komfortabler Reiseflug möglich ist (Falke und Super Dimona). Die Motorseglerausbildung  wird im LSC Wuppertal angeboten.

Die Erfahrungen haben gezeigt, dass bei regelmäßigem Training die Segelflugausbildung im Vereinsrahmen in etwa zwei Jahren zu meistern ist. Wichtige Voraussetzung hierfür ist, dass der Flugschüler möglichst häufig in der Segelflugsaison bei geeignetem Wetter am Flugplatz ist und Übungsflüge absolviert. Je länger die Pausen zwischen den Flügen werden, desto schneller verlernt der Segelflugschüler das bereits Erlernte und desto länger streckt sich die Gesamtausbildung. Die Segelflugsaison reicht erfahrungsgemäß von März bis Oktober. Geflogen wird in Radevormwald bei passendem Wetter an Wochenenden und an Feiertagen.

Besonders schnell und effektiv können Flugschüler im Rahmen von Kompaktlehrgängen lernen. In den Sommerferien veranstaltet der Verein sein traditionelles zweiwöchiges Fliegerlager. Es findet abwechselnd auf verschiedenen fremden Flugplätzen in einer für Segelflieger interessanten Gegend statt. Neben dem Fliegerlager werden in der Ferienzeit über Ostern, aber auch im Sommer zusätzlich Flugangebote speziell für Flugschüler geboten.

Die jährlichen Kosten für die Fliegerei im LSC Wuppertal setzen sich aus unterschiedlichen Beiträgen und Gebühren zusammen, wobei Jugendliche und Auszubildende bzw. Studenten durch reduzierte Beiträge gesponsert werden.

Grundsätzlich gilt, dass Fluglehrer, Schlepppiloten, Flugleiter und alle anderen für die Flugausbildung nötigen Personen ehrenamtlich arbeiten. Dadurch und durch den großen Teil der Eigenleistung bei der Wartung unserer Flugzeuge und des Fluggeländes können die Kosten vergleichsweise gering gehalten werden.

Rechnet man alle anfallenden Kosten für die Fliegerei zusammen, so ergibt sich während einer zweijährigen Segelflugausbildung für Jugendliche und Auszubildende ein Gesamtbetrag von etwa 3.000 Euro (entspricht etwa 125 Euro pro Monat), für Erwachsene ein Gesamtbetrag von etwa 4.200 Euro (entspricht etwa 175 Euro pro Monat). In diesen Kosten ist eine durchschnittliche Ausbildungsdauer von zwei Jahren zugrunde gelegt und sämtliche Vereinsbeiträge, Fluggebühren (für ca. 100 Flüge), Prüfungsgebühren und sonstige Kosten berücksichtigt.

Eine komplette Preisliste des LSC Wuppertal findest du hier.

Beispielhafte Kostenaufstellung für eine zweijährige Segelflugausbildung für Jugendliche:

Es handelt sich hierbei um eine Schätzung der Kosten, die als Anhaltswerte betrachtet werden sollten. Es wird hierbei zwischen einmaligen Kosten durch Aufnahme in den Verein, Prüfungen, Lehrmaterial u.s.w. und mit der Fliegerei verbundenen Kosten unterschieden. Letztere bleiben auch nach abgeschlossener Ausbildung in einer ähnlichen Größenordnung (eine leichte Reduktion durch etwas geringere Startzahlen kann angenommen werden). Bitte beachte, dass Jugendliche und Auszubildende bei vielen Beiträgen und Gebühren einen ermäßigen Tarif erhalten und deshalb die Kosten für eine Ausbildung von Erwachsene etwas über den angegebenen Beträgen liegen wird.
Einmalige Kosten:

KostenpunktBetrag
Einmalige Beteiligung am Versicherungsfonds75 €
Zentraler theoretischer Unterricht (optional)50 €
Prüfungsgebühr Theorie und Praxisca. 100 €
BZF Kurs (optional)ca. 100 €
BZF Prüfungsgebührca. 80 €
Medizinisches Flugtauglichkeitszeugnis (gültig je nach Alter für bis zu fünf Jahre)ca. 120 €
Erst Hilfe Kurs “Sofortmaßnahmen am Unfallort”ca. 20 €
Polizeiliches Führungszeugnisca. 15 €
Auszug vom Kraftfahrt Bundesamt in Flensburgca. 20 €
Lehrmaterial (Bücher, Karten, …)ca. 50 €
Gesamtsumme der einmaligen Kostenca. 610 €

Regelmäßige Kosten durch die Fliegerei (2 Jahre):

KostenpunktBetrag
Segelflugpauschale für zwei Jahre330 €
Monatsbeiträge für zwei Jahre840 €
Schleppgebühren für ca. 100 Starts1.500 €
Gesamtsumme der regelmäßigen Kosten    ca. 2.670 €

Wenn das Wetter stimmt, wird an Wochenenden und auch an Feiertagen geflogen.

Gegen 10:00 Uhr ist der offizielle Beginn des Flugbetriebes mit einem Briefing. Die Flugzeuge werden aus der Halle geschoben und alles nötige für den Flugbetrieb vorbereitet.

Sind der Flugleiter (Luftaufsicht), ein Schleppflugzeugpilot und ein Fluglehrer da, kann es losgehen (wir haben einen Dienstplan, der sicherstellt, dass diese unverzichtbaren Leute an allen Flugtagen zur Verfügung stehen). Da das Segelfliegen ein Mannschaftssport ist, bei dem man auf die Hilfe der anderen angewiesen ist, ist es wichtig, dass alle pünktlich erscheinen. Dementsprechend ist es nicht möglich, als Segelflieger erst um 12:00 Uhr zu kommen und um 15:00 Uhr wieder zu gehen, also zu fliegen, ohne die Flugzeuge mit aus- und einzuräumen!

Wir haben deshalb die Vereinbarung getroffen, dass jeder, der fliegen möchte, morgens pünktlich ist (9.00 Uhr +/- 20 Min) und abends bis zum Schließen der Tore bleibt. Um auch mit einem zeitintensiven Hobby wie der Segelfliegerei flexibler zu sein, kann man nach Absprache auch entweder morgens später kommen oder abends früher gehen – aber nicht beides.

Besonders in der Ausbildung, die für jeden Tag neu koordiniert werden muss, ist es wichtig, dass sich der Flugschüler an diese Regelung hält. Abhängig von Lust und Wetter endet der Flugbetrieb mal um 17:00 Uhr, mal um 20:00 Uhr. Die Maschinen werden dann gewaschen und eingeräumt. Gemeinsam lassen wir dann den Flugtag ausklingen.

Ein Segelflugschein wird auf Lebenszeit ausgestellt. Das bedeutet, dass er nicht verfallen kann. Um als verantwortlicher Luftfahrzeugführer – also selbständig als Pilot – fliegen zu dürfen, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Es muss ein gültiges Tauglichkeitszeugnis vorliegen
  • Es müssen 25 Segelflüge in den letzten 24 Monaten nachgewiesen werden. Liegen die 25 Flüge nicht vor, können unter Aufsicht eines Fluglehrers Starts nachgeholt werden, bis die Bedingungen wieder erfüllt sind

Motor- & Ultraleichtflug

Es gibt Motorflugzeuge, Motorsegelflugzeuge und Ultraleichtflugzeuge. Der LSC Wuppertal bildet in allen drei Sparten aus. Unter der Rubrik Flugzeugpark findest du weitere Details zu den unterschieden Flugzeugtypen. Um Motorflugzeuge und Motorsegelflugzeuge zu fliegen, benötigst du einen LAPL(A) (=Light Aircraft Pilot License Aviation) oder PPL(A) (Private Pilot License Aviation). Die konkrete Sparte wird in die Lizenz als Klassenberechtigung eingetragen. Für Motorsegelflug ist das die Klassenberechtigung TMG (=Touring Motor Glider). Für einmotorige Motorflugzeuge SEP (=Single Engine Piston).

Du erwirbst die Lizenz LAPL(A) oder PPL(A) mit der Klassenberechtigung auf demjenigen Flugzeugtyp, auf dem du die Prüfung absolvierst. Es ist später mit geringem Schulungsaufwand und einer weiteren Prüfung möglich, die Lizenz um eine weitere Klassenberechtigung zu erweitern. Es bietet sich daher oft an, günstig mit dem Motorsegler (TMG) zu starten. Sobald du deine Lizenz hast, kannst du diese nach kurzer Schulung und einem weiteren Prüfungsflug um die Klassenberechtigung SEP erweitern.

Die Lizenz für Ultraleichtflugzeuge ist davon abgekoppelt und separat. Hierfür brauchst du eine eigene Lizenz (SPL = Sport Pilot License).

Generell ist es mit einer kurzen zusätzlichen Schulung möglich, zusätzlich zum LAPL(A) die SPL für Ultraleichtflugzeuge zu erhalten. Der umgekehrte Weg ist jedoch komplizierter: Wenn man eine SPL hat und eine LAPL oder PPL-Lizenz erhalten möchte, muss man das volle LAPL bzw. PPL-Ausbildungsprogramm absolvieren. Wenn man sich bezüglich der Sparte noch nicht sicher ist, bietet es sich an, mit der Ausbildung für eine LAPL- oder PPL-Lizenz zu starten.

Im Motorflugbereich gibt es LAPL(A), PPL(A) und die SPL. Die SPL ist die Lizenz für Ultraleichtflugzeuge. Die LAPL(A) und PPL(A) sind Motorfluglizenzen. In den LAPL und den PPL werden verschiedene Klassenberechtigungen (z.B. TMG für Motorsegler und SEP für einmotorige Motormaschinen) eingetragen.

Der LAPL ist gegenüber dem PPL die kleinere Lizenz. Er hat insgesamt weniger Anforderungen, gleichzeitig erwirbt man aber auch weniger Rechte.

Das wichtigste:

Man kann den LAPL mit wenig Aufwand auf einen PPL erweitern. Man kann also guten Gewissens mit der LAPL-Ausbildung starten. Benötigt man später doch einen PPL, so müssen lediglich 15 Stunden zusätzlich geschult werden und eine weitere Prüfung absolviert werden. Da die Mindestflugstundenzahl beim LAPL 30 Stunden beträgt und beim PPL 45 Stunden, verschenkt man also keinen Schulungsaufwand.

Die größten Unterschiede bezogen auf Rechte und Pflichten:
Der LAPL ist lediglich EU weit gültig. Wer im außereuropäischen Ausland fliegen möchte, benötigt in jedem Fall eine PPL. 

Dafür sind die Anforderungen um die Lizenz auszuüben geringer. Beim LAPL muss man in 24 Monaten mindestens 12 Stunden und 12 Starts gemacht haben. Beim PPL ist dies strenger. Hier müssen 12 Stunden und 12 Starts innerhalb der letzten 12 Monate absolviert werden.

Die Erfahrungen haben gezeigt, dass bei regelmäßigem Training die Ausbildung im Vereinsrahmen in etwa zwei Jahren zu meistern ist.

Besonders wichtig ist hierbei, dass der Flugschüler möglichst häufig bei geeignetem Wetter am Flugplatz ist und üben kann. Je länger die Pausen zwischen den Flügen werden, desto schneller verlernt der Flugschüler und desto länger streckt sich die Gesamtausbildung.

Die Flexibilität in der Motor- und Ultraleichtflugausbildung ist recht hoch, da auch Flugbetrieb in der Woche möglich ist. Viele unsere Fluglehrer sind nach Absprache in der Woche verfügbar. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass die Fliegerei in der Woche sogar Vorteile birgt, da deutlich weniger Betrieb am Flugplatz herrscht, was besonders dem Anfänger hilft, sich besser auf das Flugzeug zu konzentrieren.Es finden zurzeit etwa 2/3 der Motorflugausbildung in der Woche statt.

Der Motorflug ist nicht völlig wetterunabhängig. Sind die Sichten zu schlecht, der Wind zu stark oder regnet es, kann nicht geflogen werden. Ansonsten gibt es keine Bindung an Jahreszeiten. Geflogen wird bei passendem Wetter nach Absprache mit dem Fluglehrer das ganze Jahr.

Besonders schnell und effektiv können Flugschüler im Rahmen von Kompaktlehrgängen lernen. In den Sommerferien veranstaltet der Verein sein traditionelles zweiwöchiges Fliegerlager. Es findet auf einem fremden Flugplatz in einer für Flieger interessanten Gegend statt.

Die jährlichen Kosten für die Fliegerei im LSC Wuppertal setzen sich aus unterschiedlichen Beiträgen und Gebühren zusammen, wobei Jugendliche und Auszubildende bzw. Studenten durch reduzierte Beiträge gesponsert werden.

Grundsätzlich gilt, dass Fluglehrer, Flugleiter und alle anderen für die Flugausbildung nötigen Personen ehrenamtlich arbeiten. Dadurch und durch den großen Teil der Eigenleistung bei der Wartung unserer Flugzeuge und des Fluggeländes können die Kosten vergleichsweise gering gehalten werden.

Rechnet man alle anfallenden Kosten für die Fliegerei zusammen so ergibt sich während einer zweijährigen Motorsegler- oder Ultraleichtausbildung für Jugendliche und Auszubildende ein Gesamtbetrag von etwa 4000 Euro (entspricht etwa 170 Euro pro Monat) und für Erwachsene ein Gesamtbetrag von etwa 5000 Euro (entspricht etwa 200 Euro pro Monat). In diesen Kosten ist eine durchschnittliche Ausbildungsdauer von zwei Jahren zugrunde gelegt und sämtliche Vereinsbeiträge, Fluggebühren, Prüfungsgebühren und sonstige Kosten berücksichtigt.

Bei der zugrundeliegenden Flugstundenzahl handelt es sich um die gesetzlich geforderte Mindeststundenzahl, die von Fall zu Fall auch überschritten werden kann. Eine Beispielrechnung für die Ausbildungskosten für Erwachsene ist hier  zu finden. Eine komplette Preisliste und weiteres Material des LSC Wuppertal können Sie hier finden.

Als Inhaber der Privatpilotenlizenz PPL und LAPL können Sie je nach Klassenberechtigung einmotorige Flugzeuge bzw. Reisemotorsegler im In- und Ausland fliegen. Die Lizenz kann später mit überschaubarem Aufwand um weitere Klassenberechtigungen (zum Beispiel für zwei- und viersitzige Motorflugzeuge) erweitert werden.

Die Klassenberechtigung für Flugzeuge bis zu einem zulässigen Abfluggewicht von zwei Tonnen kann bei uns im Verein erworben werden. Es steht dem Piloten dann ein weiteres Vereinsflugzeug zur Verfügung (DR400). Damit sind erlebnisreiche Reisen nicht mehr nur zu zweit sondern zu viert möglich.

Eine weitere Möglichkeit ist der Einstieg in die Segelfliegerei. Wer den Motorsegelflug bei uns im Verein gelernt hat, ist im Laufe seiner Ausbildung bereits mit der Segelfliegerei in Berührung gekommen. Sei es durch Flüge mit stehendem Triebwerk bzw. durch Flüge in reinen Segelflugzeugen, die auch zur Motorseglerausbildung zählen, oder durch den Kontakt zu anderen Vereinsmitgliedern. Jedem, den der direkte Wettstreit mit den Elementen (Auf- und Abwinde) beim Segelflug reizt, wird nach erfolgreicher Motorseglerausbildung ein vereinfachter Weg in den Segelflug geboten.

Die Ausbildung zum Motor-, Ultraleicht-, oder Motorseglerpiloten kann mit 16 Jahren begonnen werden. Mit 17 Jahren kann die Lizenz ausgestellt werden.

Ein LAPL-A, PPL-A und die SPL werden auf Lebenszeit ausgestellt. Um die damit verbundenen Rechte auszuüben, müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Es muss ein gültiges medizinisches Tauglichkeitszeugnis vorliegen. Dieses wird je nach Lebensalter für jeweils 1 bis 5 Jahre ausgestellt, bevor eine erneute fliegerärztliche Untersuchung notwendig ist.
  • Für LAPL und UL-Lizenz gilt folgendes: Es müssen 12 Flugstunden und 12 Starts innerhalb der letzten 24 Monate absolviert worden sein. Zusätzlich muss in den letzten 24 Monaten ein mindestens einstündiger Auffrischungsflug mit Fluglehrer (Stundenflug) in den letzten 24 Monaten absolviert worden sein.
  • Für PPL: Es müssen 12 Flugstunden und 12 Starts innerhalb der letzten 12 Monate absolviert worden sein. Zusätzlich muss in den letzten 12 Monaten ein mindestens einstündiger Auffrischungsflug mit Fluglehrer (Stundenflug) in den letzten 24 Monaten absolviert worden sein.
  • Wenn man etwas länger pausiert und die Voraussetzungen nicht mehr erfüllt, kann man jedoch durch Auffrischungsschulung und – je nach Lizenz – einer zusätzlichen Prüfung wieder in die Fliegerei einsteigen.

Weitere Fragen?

Hast du weitere Fragen zu deiner Flugausbildung im LSC? Scheue dich nicht, einen Ansprechpartner direkt per Mail zu kontaktieren. Oder buche direkt deinen persönlichen Schnuppertermin!

Dein Segelflug Ansprechpartner

Andreas Nickel
Cheffluglehrer Segelflug

Mail:
a.nickel (at) lsc-wuppertal.de

Dein Motorflug Ansprechpartner

Joachim Suszka
Cheffluglehrer Motorflug

Mail:
j.suszka (at) lsc-wuppertal.de

Dein Ultraleicht Ansprechpartner

Harald Priese
Cheffluglehrer Ultraleicht

Mail:
h.priese (at) lsc-wuppertal.de

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